Im Jahr seines 250. Geburtstages ist Caspar David Friedrich so gefragt wie nie: Ausstellungen verzeichnen Rekord-Besucherzahlen, Schriften über das Leben des berühmten Malers erobern die Bestsellerlisten. Das Feuilleton diskutiert über neue Lesarten seines Werks und seiner Person. Ein wichtiges Zentrum dieses Jubiläumsgeschehens ist dabei die Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zum einen fließt Jenaer Forschung in verschiedene Initiativen ein – zum anderen inspiriert die Beschäftigung mit dem Künstler ein geplantes Exzellenzcluster der Universität Jena.
Das Exzellenzclusters „Imaginamics: Praktiken und Dynamiken sozialen Imaginierens“ wird das Phänomen des sozialen Imaginierens intensiv in den Blick nehmen. Die Krisen der zurückliegenden Jahre und die damit verbundenen Spannungen in der Gesellschaft haben Störungen des sozialen Imaginierens hervorgerufen. Verschwinden die gemeinsamen Bilder, dann verschwinde auch die Bereitschaft zum Konsens, so der Jenaer Kunsthistoriker Johannes Grave.
Während bestimmte Vorstellungsbilder schon breit erforscht sind, wissen wir noch sehr wenig über den eigentlichen Prozess, aus dem sie hervorgehen. Mit dem neuen Forschungsvorhaben will das Jenaer Team das ändern.
Foto: Jens Meyer/Universität Jena
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