Fast vier Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt im Zentrum der Galaxie OJ287 kreisen zwei riesige Schwarze Löcher umeinander. Das größere der beiden Schwarzen Löcher wird von einer weit ausgedehnten Akkretionsscheibe umgeben, eine rotierende Scheibe aus Materie, die auf das Schwarze Loch in ihrem Zentrum zuströmt. Im Rahmen einer internationalen Beobachtungskampagne wird die Helligkeit von OJ287 überwacht. Während eines Umlaufs, der rund 12 Jahre dauert, durchquert das masseärmere Schwarze Loch zweimal die Akkretionsscheibe des zentralen Schwarzen Lochs, wobei es zu massiven Helligkeitsausbrüchen kommt. Aber auch bereits einige Monate vor dem Durchqueren der Scheibe strömt Scheibenmaterial auf den Begleiter, was schließlich einen kurzzeitigen Strahlungsausbruch des Materiejets dieses Schwarzen Lochs verursacht. Einem internationalen Forscherteam, dem auch Dr. Markus Mugrauer vom Astrophysikalischen Institut der Universität Jena angehört, ist es nun erstmals gelungen, genau solch einen Strahlungsausbruch des Jets des masseärmeren Schwarzen Lochs zu detektieren.
Foto: NASA/JPL-Caltech/R. Hurt (IPAC) & M. Mugrauer (Uni Jena)
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