Zwei in der Diagnostik und Krankenhaushygiene verwendete Schnelltests können einen neuen Bakterienstamm von Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus nicht erkennen. Das haben InfectoGnostics-Forscher des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) mit internationalen Partnern in einer Studie im Fachjournal Eurosurveillance belegt. Der neue Bakterienstamm ist in Europa zunehmend verbreitet. Er wird aufgrund einer Veränderung in seinem Genom durch diese molekularen Tests nicht mehr korrekt erkannt. Die falsch-negativen Resultate könnten zu Fehlentscheidungen bei der Antibiotika-Therapie führen und Maßnahmen zur Infektionsprävention in Kliniken verzögern. Für die klinische Praxis ist es deshalb besonders wichtig, dass Ärzte zunächst konventionelle Antibiogramme einsetzen und die Hersteller schnellstmöglich aktualisierte molekulare Tests auf den Markt bringen. cd/Foto: Leibniz-IPHT
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