Deutschlands höchstdotierter Forschungspreis, die Alexander von Humboldt-Professur, wurde an Bas E. Dutilh von der Universität Jena verliehen. Seine neue Professur für Virale Ökologie ist im Exzellenzcluster Balance of the Microverse angesiedelt. Prof. Dutilh ist Experte für die Modellierung des mikrobiellen Gleichgewichts und untersucht die Rolle, die Viren dabei spielen. In den zurückliegenden zehn Jahren hat sich Prof. Dutilh als Pionier auf dem Gebiet der Virenentdeckung etabliert und zwar mit Hilfe der Metagenomik, der Analyse von Sequenzdaten aus komplexen natürlichen Proben. Er ist einer der seit 2018 weltweit meistzitierten Experten auf seinem Gebiet. Er freue sich darauf, in seinem neuen Forschungsumfeld an der Friedrich-Schiller-Universität den Umfang seiner rechengestützten Forschung zu erweitern und Hochdurchsatz-Experimente in einem brandneuen Labor zu entwickeln, so Dutilh.
Im Rahmen der Alexander von Humboldt-Professur wird er sich darauf konzentrieren, seine Arbeit zur Entdeckung von Viren mit seiner Forschungslinie zur Modellierung des Mikrobioms zu verbinden.Viren spielen eine große Rolle für die Dynamik und das Gleichgewicht des Mikroversums, aber nur ein kleiner Teil von ihnen wurde bisher entdeckt. Als Mitglied des Exzellenzclusters Balance of the Microverse wird Prof. Dutilh die Möglichkeit haben, mit Expertinnen und Experten verschiedener Institutionen in Jena zusammenzuarbeiten. Neben seiner Forschung wird Prof. Dutilh auch Lehrveranstaltungen für die Universität entwickeln. Eine bevorstehende Vorlesung wird sich mit der Entdeckung von Viren mit Hilfe von Metagenomik befassen. Er ist auch an der Einführung weiterer Kurse in Bioinformatik interessiert.
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