Forschende des Leibniz-HKI in Jena haben gemeinsam mit Kollegen aus Belgien einen vielversprechenden Ansatz zur Behandlung von Scheidenpilzinfektionen entdeckt. Eine bestimmte Backhefe kann den häufigsten Krankheitserreger Candida albicans schwächen und gleichzeitig Entzündungen reduzieren.
In Laborversuchen hemmte die Hefe das Wachstum des Pilzes, erschwerte dessen Ausbreitung und unterstützte das Immunsystem bei der Bekämpfung der Infektion. Auch in einem Mausmodell verringerte sich die Pilzbelastung deutlich.
Bis zu einer möglichen Anwendung beim Menschen sind allerdings weitere klinische Studien notwendig. Die Forschenden sehen in mikrobiellen Therapien jedoch großes Potenzial für die Behandlung von Pilzinfektionen.
Original-Publikation: https://doi.org/10.1038/s41467-026-74733-2
Foto: Karen Cheng, Leibniz-HKI
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