Soziale Amöben können benachbarte Zellen durch winzige Membrantunnel miteinander verbinden. Das hat ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie und der Friedrich-Schiller-Universität Jena erstmals nachgewiesen.
Die sogenannten „Tunneling Nanotubes“ können mehr als 200 Mikrometer lang werden. Durch diese Röhren transportieren die Einzeller wichtige Zellbestandteile, darunter Mitochondrien, die Energie für die Zelle bereitstellen. Die Forschenden vermuten deshalb, dass die Verbindungen eine Art Erste-Hilfe-Netzwerk bilden könnten.
Soziale Amöben leben meist einzeln im Boden. Bei Nahrungsmangel schließen sie sich jedoch zu mehrzelligen Fruchtkörpern zusammen. Bislang war vor allem bekannt, dass sie sich über chemische Botenstoffe verständigen.
Foto: Leibniz-HKI/Harikumar Suma
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