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Mit Blütenduft ins Bienennest

Datum: 29.07.2026
Rubrik: Wissenschaft

Larven des Schwarzblauen Ölkäfers ahmen den Duft von Blüten nach, um Wildbienen anzulocken. Das hat ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie und der Friedrich-Schiller-Universität Jena erstmals nachgewiesen.

Die winzigen Larven sind darauf angewiesen, in die Nester einzeln lebender Bienen zu gelangen. Dort ernähren sie sich vom Bienenei und von den Nahrungsvorräten für den Nachwuchs. Um sich von einer Biene transportieren zu lassen, sammeln sich die Larven auf Pflanzen und verströmen einen blütenähnlichen Duft.

Für die Untersuchung sammelten die Forscher Ölkäfer in der Umgebung von Jena. Analysen zeigten, dass deren Larven 17 verschiedene Duftstoffe freisetzen, die auch bei Kirsch- und Pflaumenblüten vorkommen. In Versuchen bevorzugten Bienen diesen Geruch selbst dann, wenn die Larven nicht zu sehen waren. Auch frei lebende Sandbienen flogen künstlich aufgetragene Duftstoffe an.

Genetische Untersuchungen ergaben zudem, dass die Larven die Stoffe selbst herstellen. Zwei Enzyme sind an ihrer Bildung beteiligt. Nach Angaben des Forschungsteams ist dies das erste bekannte Beispiel dafür, dass ein Tier Blütenduft nachahmt, um andere Tiere zu manipulieren.

Die Entdeckung soll helfen, chemische Täuschung und die Entwicklung solcher Beziehungen zwischen Parasiten und ihren Wirten besser zu verstehen.

Quelle: https://idw-online.de/de/news875250

Fotos: Max-Planck-Institut für chemische Ökologie/Danny Kessler

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