Ob in der Mongolei, auf Vanuatu oder in Deutschland: Die Beziehung zwischen Menschen und Hunden ähnelt sich weltweit stärker als erwartet. Das zeigt eine Studie der Universität Jena und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie Leipzig.
Das Forschungsteam um Kognitionspsychologin Dr. Juliane Bräuer untersuchte 164 Jäger-Hund-Teams auf fünf Kontinenten. In Verhaltenstests wurde geprüft, wie Hunde auf menschliche Gesten reagieren, ob sie Hilfe suchen und wie sie mit ihren Besitzern kommunizieren.
Das Ergebnis: Hunde verstehen in sehr unterschiedlichen Kulturen menschliche Signale, orientieren sich an ihren Besitzern und werden nicht nur als Arbeitstiere, sondern auch als Bereicherung des Lebens gesehen.
Unterschiede gibt es dennoch. Auf Vanuatu können Jäger die Hinweise ihrer Hunde besonders gut deuten, in Deutschland reagieren Hunde stärker auf menschliche Signale. Insgesamt sprechen die Ergebnisse laut Forschern dafür, dass die enge Bindung zwischen Mensch und Hund tief in der gemeinsamen Entwicklungsgeschichte verwurzelt ist.
Foto: Juliane Bräuer
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