Evolutionäre Anpassungen ermöglichen es der Taufliege Drosophila busckii giftige Nahrungsquellen aufzuspüren und zu nutzen. Forschende des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena haben herausgefunden, dass die Taufliege eine Toleranz gegenüber der giftigen Schwefelverbindung Dimethyldisulfid entwickelt hat. Obwohl die Schwefelverbindung für viele andere Insekten schädlich ist, nutzt Drosophila busckii ihre besondere Vorliebe für diese Verbindung, um Nahrung zu finden und ihre Eier abzulegen. Die Toleranz gegenüber dem Schadstoff beruht wahrscheinlich auf Veränderungen eines Enzymkomplexes in der Fliege, der bei anderen Insekten normalerweise durch den Stoff geschädigt wird. Drosophila busckii könnte daher ein nützliches Modell sein, um die Entwicklung von Resistenzen gegen giftige Gase zu untersuchen und ökologische Anpassungen zu beleuchten.
Foto: Benjamin Fabian, Max-Planck-Institut für chemische Ökologie
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