Künstliche Intelligenz prägt den Alltag immer mehr: Chatbots beantworten Serviceanfragen, KI formuliert Texte und entwirft Bilder und Gesichtserkennung entsperrt Millionen Smartphones weltweit. Doch die dafür benötigten Computer werden immer größer, teurer und energiehungriger. Moderne KI-Modelle bringen die Hardware zunehmend an ihre Grenzen – ein Problem, das sich weiter verschärfen wird.
Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena wollen deshalb in einer neuen Nachwuchsgruppe optische Computer entwickeln, die nicht mit Elektrizität, sondern mit Licht arbeiten, und dafür Recheneinheiten nutzen, die so klein sind wie die atomaren Bausteine eines Kristalls. Dieses Konzept könnte die KI-Rechenleistung deutlich erhöhen und eine extrem energieeffiziente, kompakte und nachhaltige Alternative zu heutigen Supercomputern eröffnen. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das Projekt „PicPhotMat“ – Strukturierte Materialien für picophotonisches analoges Computing“ mit insgesamt 2,3 Millionen Euro für fünf Jahre.
Foto: Nicole Nerger/Universität Jena
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