Umweltveränderungen beeinflussen mikrobielle Gemeinschaften, die für die Gesundheit von Menschen und Umwelt entscheidend sind. So können etwa veränderte Essgewohnheiten mit stark verarbeiteten Lebensmitteln zu einer gestörten Darmflora führen oder der Kohlenstoffkreislauf im Boden durch intensive landwirtschaftliche Praktiken gestört werden. Ein Forschungsteam des Exzellenzclusters „Balance of the Microverse" der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat in einer Studie untersucht, was diese Veränderungen für die Lebensgrundlagen von Mikroorganismen bedeuten. Dafür haben die Forschenden DNA-Sequenzen von mehr als 1.500 mikrobiellen Gemeinschaften, sogenannter Mikrobiome, aus verschiedenen Lebensräumen analysiert, um herauszufinden, wie robust oder empfindlich die winzigen Lebewesen gegenüber Umweltveränderungen sind. In ihrer Studie stellten sie fest, dass Bakterienarten, die in vielen verschiedenen Lebensräumen vorkommen, größere Erbgutmengen haben. Das könnte erklären, wie sie in so unterschiedlichen Umgebungen überleben können.
Foto: Jens Meyer/Universität Jena
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