Am 11. April 1945 wurden ca. 4 000 Menschen auf dem letzten Todesmarsch von Häftlingen des KZ Buchenwald quer durch Jena getrieben. Auf dem Weg des Menschenzuges starben schätzungsweise 250 Häftlinge. Sechzehn Ermordete wurden später auf Jenaer Friedhöfen bestattet. Einer derer, die den Marsch überlebten, war der 16-jährige Robert Büchler. Zeitlebens blieb er bis zu seinem Tod 2009 Jena verbunden. Er hat Jena mehrfach besucht und mit jungen Menschen gesprochen. Der Arbeitskreis „Sprechende Vergangenheit“ hat das dunkle Kapitel des Todesmarsches durch Jena erforscht. Am Dienstag, 11. April, wird um 17 Uhr in der Karl-Liebknecht-Straße 87 (Sitzfläche nördlich des Angergymnasiums) eine weitere Stele zum Gedenken an den Todesmarsch und besonders an das Schicksal von Robert Büchler eingeweiht. Zur feierlichen Einweihung wird auch die Tochter von Robert Büchler, aus Israel erwartet. Im Anschluss trägt sich Ruth Buchler-Chanash in der Aula des Angergymnasiums ins Goldene Buch der Stadt Jena ein. Zu beiden Veranstaltungen ist die Öffentlichkeit eingeladen. cd/Foto: Archiv
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