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Forscher untersuchen Reaktion des Amazonas auf Hitze

Datum: 10.07.2026
Rubrik: Wissenschaft

Forschende des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena haben gemeinsam mit dem Nationalen Institut für Amazonasforschung (INPA) in Brasilien untersucht, wie Bäume im Amazonas-Regenwald auf steigende Temperaturen reagieren.

Die Messungen zeigen, dass Bäume bei Hitzestress verstärkt kohlenstoffreiche organische Verbindungen (VOCs) freisetzen. Diese natürlichen Gase schützen die Pflanzen vor Stress, beeinflussen in der Atmosphäre aber auch chemische Prozesse wie die Bildung von Aerosolen und Wolken. Dadurch können sie den Kohlenstoffkreislauf sowie regionale Klimaprozesse verändern.

Besonders stark reagierten laubabwerfende Baumarten. Sie gaben deutlich mehr dieser hochreaktiven Verbindungen ab als immergrüne Bäume. Gleichzeitig steigt damit die Menge an Kohlenstoff, die aus dem Wald in die Atmosphäre gelangt.

Grundlage der Untersuchung waren Feldmessungen am „Amazon Tall Tower Observatory“ im zentralen Amazonas-Regenwald. Die Wissenschaftler verglichen verschiedene Baumarten und analysierten deren Reaktionen auf unterschiedliche Temperaturen.

Nach Einschätzung des Forschungsteams könnten steigende Temperaturen und häufigere Hitzewellen die Zusammensetzung des Amazonas-Regenwaldes verändern. Damit könnten sich langfristig auch die Atmosphärenchemie und die Rolle des Regenwaldes als Kohlenstoffspeicher verändern. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Nature Communications Earth & Environment“ veröffentlicht.

Quelle: https://idw-online.de/de/news874283

Foto: P. Brando / IPAM / WHRC

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