Bei der Amateur-Weltmeisterschaft im Kickboxen in Trier haben zwei Athletinnen aus Jena für einen bemerkenswerten Erfolg gesorgt. Helena Pagiatakis und Angelina Mirke (beide KickFit Academy Jena, Mirke zusätzlich Predators TWBD) gewannen jeweils zwei Weltmeistertitel – im Vollkontakt und in der Disziplin K1.
Mehr als 2.400 Sportler aus über 50 Ländern waren bei den Wettkämpfen der „World Kickboxing and Karate Union“ (WKU) am Start. Beide Thüringerinnen hatten ihre Startberechtigung durch nationale Erfolge erkämpft.
Pagiatakis setzte sich im Vollkontaktfinale −65 kg gegen Andrea Sinner durch, Mirke gewann ihr Vollkontaktfinale −60 kg in einem deutsch-deutschen Duell gegen amtierende WKU German Champion Alina Kwoka. Auch in der Königsdisziplin K1 behaupteten sich beide Jenaerinnen in ihren Gewichtsklassen.
Vollkontakt-Finale –60 kg (Angelina Mirke)
Mirke traf im Duell um Platz 1 auf Thea Fliegauf. Sie bestimmte den Kampf klar, setzte ihre Treffer kontrolliert und ließ die Gegnerin kaum zu eigenen Aktionen kommen. Am Ende stand ein eindeutiger Punktsieg – der erste WM-Titel des Abends für die 20-Jährige.
Vollkontakt-Finale –65 kg (Helena Pagiatakis)
Pagiatakis ging gegen Andrea Sinner in den Ring. Die Gegnerin versuchte, sie durch harte Drehkicks auf Distanz zu halten und Schlagwechsel zu vermeiden. Der Kampf wurde zunehmend unsauber – es gab Verwarnungen und Punktabzug. Gegen Mitte der dritten Runde brach der Referee ab und disqualifizierte Sinner. Damit ging der Vollkontakt-Titel an Pagiatakis.
Nur rund 90 Minuten später folgte für beide der zweite Auftritt des Tages.
K1-Finale (Angelina Mirke)
Hier wartete mit Alina Kwoka die amtierende WKU-German Champion. Mirke blieb bei ihrer Linie, arbeitete konsequent in den Aktionen, setzte klare Punkte – und gewann auch diesen Titel durch einstimmigen Punktentscheid.
K1-Finale (Helena Pagiatakis)
Pagiatakis stand der Profi-Weltmeisterin Ilda Lelo aus Albanien gegenüber. Der Kampf war von Beginn an hart und intensiv. Pagiatakis dominierte bestimmte Phasen, musste aber auch harte Treffer nehmen. Die Entscheidung fiel nach Punkten – und erneut zugunsten der Jenaerin.
Foto: Fabian Pagiatakis
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