Eine Kopfhaut aus Namibia sowie Schädel aus Tansania und Papua – das sind Beispiele aus Sammlungen der Universität Jena, die während der Kolonialzeit nach Deutschland gebracht wurden. Umfangreiche Forschungen waren notwendig, um die genaue Herkunft nachvollziehen zu können. Der sogenannten Provenienzforschung stellt sich die Jenaer Universität seit Jahren. Seit diesem Semester hat Uni-Präsident Prof. Dr. Walter Rosenthal die Arbeitsgruppe „Koloniales Erbe und rassismuskritische Bildungsarbeit“ eingesetzt, der die Historiker Joachim Bauer und Stefan Gerber, der Biologiedidaktiker Uwe Hoßfeld und der Archäologe/Anthropologe Enrico Paust angehören, und die aus den Sammlungen und weiteren Bereichen der Universität unterstützt wird. Das Expertenteam hat gerade neue Ergebnisse vorgelegt und sie für die interessierte Öffentlichkeit in der Publikation „Ernst Haeckels koloniale Schädel“ publiziert. Grundlage ist ein gerade abgeschlossenes Forschungsprojekt im Bereich Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten, das vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gefördert wurde. Foto: Ivonne Przemuß/Universität Jena
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