Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft kritisiert die Thüringer Verordnung zum eingeschränkten Regelbetrieb in Thüringen. Diese sieht vor, dass bis zum 15. Juni alle Kindertageseinrichtungen unter entsprechenden Hygieneregelungen für alle zu betreuenden Kinder wieder einen Platz anbieten. Einige Einrichtungen setzen auf ein Wechselmodell, in dem die Kinder nur alle zwei Wochen betreut werden. Der größte Teil reduziert die Öffnungszeiten auf teilweise maximal sieben Stunden Betreuungszeit. „Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeheimen versuchen nun, die Betreuung für ihre Kinder irgendwie zu organisieren. Bei einem Schichtsystem mit acht Stunden Arbeitszeit werden hier allerdings vermehrt Probleme entstehen. Das Fachpersonal in den Bereichen wird benötigt, auch gerade jetzt, wo die Krankenhäuser wieder in den Regelbetrieb übergehen. Es droht eine Versorgungslücke“, befürchtet Philipp Motzke, Gewerkschaftssekretär für den Bereich Gesundheit und Soziales. Ver.di fordert daher eine klare Anpassung und Änderung der Thüringer Verordnung. Die Beschäftigten im Gesundheits-, Bildungs-, und Sozialwesen bleiben auch weiterhin systemrelevant und brauchen einen Anspruch auf Notbetreuung.
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