Fiktive Gesundheitsdaten sind bei einem bundesweiten Experiment quantengesichert vom Universitätsklinikum Jena bis zur Bundesdruckerei übertragen worden. Damit demonstrierten Forschende der Initiative „QuNET“, wie sensible Daten künftig besonders sicher ausgetauscht werden könnten.
Seit 2019 erforscht „QuNET“ die Grundlagen für hochsichere Kommunikation. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Quantenschlüsselverteilung, kurz QKD. Sie nutzt Eigenschaften der Quantenphysik, um Schlüssel für die Verschlüsselung von Daten sicher zwischen verschiedenen Stellen auszutauschen. Zum Kernkonsortium gehört auch das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena.
Beim abschließenden Großexperiment am 28. Oktober wurden regionale Forschungsnetze aus mehreren Bundesländern zusammengeschaltet. Als Testdaten dienten fiktive Apothekenabrechnungen, die vom Universitätsklinikum Jena über DATEV bis zur Bundesdruckerei übertragen wurden. Die Daten selbst liefen dabei über herkömmliche Glasfasernetze.
Jena und Thüringen waren bereits an früheren Tests beteiligt. 2023 wurde hier eine Verbindung aus Glasfaser- und Freistrahlübertragung erprobt. In Jena befindet sich zudem eine optische Bodenstation für die Forschung an zukünftigen Quantenkommunikationsnetzen.
Nach sieben Jahren nähert sich „QuNET“ nun seinem Ende. Die entwickelten Technologien sollen verstärkt in praktische Anwendungen überführt werden.
Quelle: https://www.iof.fraunhofer.de/de/presse-medien/pressemitteilungen/2026/Abschluss_QuNET-Initiative.html
Foto: Offenblende.Agency / Jakob
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