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Studie beleuchtet Ernährung im vorkolonialen Brasilien

Datum: 16.07.2026
Rubrik: Wissenschaft

Forschende des Max-Planck-Instituts für Geoanthropologie in Jena haben neue Erkenntnisse zur Ernährung vorkolonialer Gesellschaften im brasilianischen Cerrado gewonnen. Die Studie zeigt, dass große Dörfer in der tropischen Savannenlandschaft durch den Anbau von Mais in Mischkulturen versorgt wurden und nicht durch großflächige Monokulturen.

Seit Jahrzehnten wird diskutiert, ob die Menschen in der Region überwiegend als Jäger und Sammler lebten oder bereits intensive Landwirtschaft betrieben. Für die jetzt in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlichte Untersuchung analysierte das internationale Forschungsteam Zähne und Knochen von mehr als 100 Menschen aus 37 archäologischen Fundstätten.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Bewohner großer Freiluftdörfer einen Großteil ihrer Nahrung aus Mais bezogen. Zeitgleich lebende Gruppen in benachbarten Felsunterkünften ernährten sich dagegen deutlich vielfältiger. Nach Einschätzung der Forschenden lassen sich diese Unterschiede nicht allein durch die Umwelt erklären, sondern weisen auf verschiedene kulturelle Traditionen und Wirtschaftsweisen hin.

Die Studie trägt dazu bei, die Landnutzung und Nahrungsmittelproduktion indigener Gesellschaften in Zentralbrasilien vor der europäischen Kolonialisierung besser zu verstehen.

Quelle: https://idw-online.de/de/news874581

Foto: Mariane Pereira Ferreira

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