Am 11. April 1945 trieb die SS den letzten Todesmarsch mit Häftlingen aus dem Konzentrationslager Buchenwald durch Jena. Unter ihnen war auch der 16jährige Robert Jehoshua Büchler, den die Nazis 1944 aus seiner slowakischen Heimat Topoľčany erst ins KZ Auschwitz und später ins KZ Buchenwald verschleppt hatten. Büchler gelang in der Nähe von Eisenberg die Flucht. Schwer geschwächt, wurde er von der US-Armee aufgegriffen und in Jena-Ost gepflegt. In den 1980er Jahren verfasste Robert Büchler für seine Kinder ein hebräisches Familienbuch mit seinen Erinnerungen an diese Zeit. Dieses Buch wurde nun erstmals ins deutsche übersetzt und am Donnerstagabend im Rahmen einer Lesung im historischen Rathaus vorgestellt.
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