Prof. Dr. Johannes Krause, Inhaber der Professur für Archäogenetik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Direktor am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, ist mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft honoriert damit seine wegweisenden Beiträge zur Archäogenetik und zur Erforschung historischer Infektionskrankheiten. Der mit 2,5 Millionen Euro dotierte Leibniz-Preis gilt als wichtigste wissenschaftliche Auszeichnung in Deutschland.
Der Biochemiker Johannes Krause vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie schafft es, einen Teil der Vergangenheit zu rekonstruieren. Ein Meilenstein war, als er das Bakterium Yersinia pestis als Erreger des Schwarzen Todes identifizierte und so das Feld der Alte-Pathogen-Genomik wesentlich mitbegründete, dass natur- und kulturwissenschaftliche Fragestellungen miteinander verzahnt. Seither hat Krause die genetischen Signaturen einer Reihe historischer Erreger aus menschlichen Skeletten untersucht. Dazu zählen Bakterien und Parasiten, die Krankheiten wie Pest, Tuberkulose, Malaria oder Hepatitis verursachen. Unter anderem schaffte er es, anhand alter DNA in Kombination mit historischen Quellen aus dem Tianshan-Gebiet den Beginn der zweiten Pestpandemie auf 1338 bis 1339 zu datieren und in Zentralasien zu verorten.
Foto: Thomas Victor
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