Das Leben vieler Inuit auf Grönland war über Jahrtausende geprägt von einem regelmäßigen Rhythmus: Den Winter über fischten sie an der Küste und im Sommer zogen sie ins Inland und jagten Karibus. Während die Siedlungen an der Küste archäologisch gut erforscht sind, weiß man über das mobilere Leben im Sommer weitaus weniger. Deshalb haben sich Archäologen der Professur für Urgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Sommer 2025 auf die Spuren der arktischen Karibujäger begeben und machten dabei eine bemerkenswerte Entdeckung: Erstmals fanden sie im Inneren der Halbinsel Nuusuuaq im Westen Grönlands Steinartefakte, die belegen, dass dort bereits vor unserer Zeitrechnung Inuit der sommerlichen Jagd nachgingen. Die Expedition fand unter dem Patronat des „Grönländischen Nationalmuseums und -archivs“ statt.
Foto: Clemens Pasda/Universität Jena
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