Um sich die Welt zu erklären, schaffen Menschen von jeher Bilder – und zwar nicht nur individuell, sondern auch als Gesellschaft. Gemeinsame Imaginationen können Menschen miteinander verbinden und Gesellschaften zusammenhalten, sie aber auch spalten oder falsche Vorstellungen über die Zeit hinweg weitertragen. Wie dieses soziale Imaginieren genau funktioniert, will die Friedrich-Schiller-Universität Jena erforschen: Mit dem Projekt „Imaginamics“ bewirbt sie sich derzeit in der Finalrunde des Exzellenz-Wettbewerbs der deutschen Spitzenforschung um ein Exzellenzcluster zu diesem Thema. Um das Thema als interdisziplinären Forschungsschwerpunkt weiter zu etablieren, hat die Universität Jena das neue Graduiertenkolleg „Explorations in Practices and Dynamics of Social Imagining” gegründet. Sechs Doktoranden erfporschen im Rahmen ihrer Promotion, wie sich das soziale Imaginieren in verschiedenen Bereichen ausgewirkt hat, welche Praktiken damit verbunden sind und welche Bedingungen es anregen.
Foto: Nicole Nerger/Universität Jena
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