Hunderttausende Menschen fielen ab 1934 den Eugenik-Verbrechen im Deutschen Reich und später auch in den besetzten Gebieten zum Opfer. Der Biologiedidaktiker Dr. Karl Porges von der Jenaer Universität hat jetzt ein Projekt begonnen, um die Orte des Geschehens in Thüringen sichtbarer zu machen und in der Erinnerungskultur zu verankern. Im Projekt „Beredtes Schweigen – NS-Eugenikverbrechen und ihre Folgen“ arbeiten zahlreiche Akteure mit, darunter der Verein Lernort Weimar und das Jugendtheater Stellwerk Weimar. Gemeinsam sollen u. a. eine Graphic Novel, Fassadenprojektionen, Bildungsmedien und ein Theaterstück erarbeitet werden. Finanziert wird das Projekt durch Fördergelder des Bundeministeriums der Finanzen, verwaltet durch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft aus Berlin. Die Fördersumme beträgt knapp 390 000 Euro, das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren. dh/Foto: Lernort Weimar e.V.
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