Schmölln: Am Mittwochabend gegen 19.30 Uhr, waren zwei männliche Asylbewerber (albanisch 22 Jahre, serbisch 19 Jahre) vom Kaufland in Richtung Gemeinschaftsunterkunft in der Bergstraße unterwegs. Im Bereich des Busbahnhofs sollen die beiden von einer Gruppe Jugendlicher, welche aus circa 15 Personen bestanden haben soll, angesprochen worden sein. In diesem Zusammenhang soll ein 21-jähriger Jugendlicher einen Aufkleber mit fremdenfeindlichem Inhalt an die beiden Asylbewerber übergeben haben. Durch diese Handlung soll es zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen sein. Im Rahmen dieser soll der 21-jährigen Schmöllner ein Pfefferspray in Richtung der Asylbewerber eingesetzt haben. Getroffen wurde niemand. Beide Asylbewerber flüchteten zur Gemeinschaftsunterkunft in der Bergstraße. Dorthin sollen die beiden von mehreren Personen aus der oben genannten Gruppe verfolgt worden sein. Dabei soll ein bislang Unbekannter mit einer Flasche in Richtung der Asylbewerber geworfen haben und traf diesen am Kopf. Er erlitt durch den Flaschenwurf leichte Verletzungen. Der andere Asylbewerber soll ins Gesicht geschlagen worden sein, wodurch er Schmerzen erlitt. Vor der Gemeinschaftsunterkunft soll es zu Solidarisierungen anderer Bewohner mit den beiden Asylbewerbern gekommen sein, wodurch sich unmittelbar vor der Gemeinschaftsunterkunft eine Personenmenge bildete. Ein 20-jähriger Deutscher aus der Gruppe der Verfolger, soll vor der Gemeinschaftsunterkunft durch einen bislang unbekannten Asylbewerber mit einem Besenstil geschlagen worden sein.
Nach Bekanntwerden dieses Sachverhaltes wurden Kräfte aus umliegenden Dienststellen zusammengezogen, um die Kollegen der Polizeiinspektion Altenburger Land zu unterstützen. Durch die eingetroffenen Beamten konnte die Situation entspannt und erste Ermittlungen aufgenommen werden. Der oben genannte 21-Jährige aus Schmölln wurde vorläufig festgenommen. Auf Weisung der Staatsanwaltschaft jedoch wieder entlassen. Weiterhin wurden mehrere Platzverweise ausgesprochen. Die Kriminalpolizei Altenburg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu Tat und Tätern geben können, sich unter der Telefonnummer 03447-4810 zu melden.
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