Der Jenaer Stadtrat hat nach langer Diskussion am Mittwochabend die Fortschreibung des Schulnetzplanes für die Jahre 2016 bis 2020 beschlossen. Er steht unter der Maßgabe, dass die Schul- und Schülerzahlenentwicklung jährlich überprüft wird. Das ist u.a. nötig, weil keine genauen Vorhersagen zur Anzahl von schulpflichtigen Flüchtlingskindern gemacht werden können. Ein Kernpunkt des neuen Schulnetzplanes ist die Umwandlung der Winzerlaer Grundschule An der Trießnitz in eine zweizügige Gemeinschaftsschule mit den Klassen 1 bis 10. Das soll zum Schuljahr 2016/2017 erfolgen. Zum Schuljahr 2017/2018 wird die Schule saniert. Streit gab es im Stadtrat um einen Punkt der Beschlussvorlage des Oberbürgermeisters, der in letzter Minute von der Verwaltung noch umformuliert worden war. Ursprünglich sollte das Angergymnasium in Wenigenjena ab dem Schuljahr 2017/2018 statt wie bisher vier- nur noch dreizügig ab Klasse 5 fortgeführt werden. Nach Protesten von Eltern und Lehrern wurde dieser Passus aus der Vorlage gestrichen. Jetzt wird der Oberbürgermeister beauftragt, eine externe Expertise zu Lehr- und Lernbedingungen am Angergymnasium in Auftrag zu geben. Ziel ist, ein "angemessenes Verhältnis von Lerngruppen zu Lernräumen zu ermitteln". Auch die Schulkonferenz soll gehört werden. Das alles soll die Grundlage für eine Entscheidung über die Anzahl der Lerngruppen ab Klasse 5 in den kommenden Schuljahren sein. Die Stadträte stimmten weiterhin dafür, dass alle übrigen Schulen bis 2020 Bestand haben. Die Anregungen aus den Stellungnahmen der Schulen sollen in den Kulturausschuss für die jährliche Fortschreibung des Schulnetzplanes verwiesen werden. Dazu zählen u.a. die Erweiterung der IGS "Grete Unrein" und der Grundschulangebote in Lobeda, eine Schulentwicklung auf der Vorbehaltsfläche in Jena-Nord, der Bau einer Aula im Carl-Zeiss-Gymnasium und notwendige Erweiterungen der Sporthallenkapazitäten der Jenaplanschule, der IGS "Grete Unrein", der Kooperativen Gesamtschule "Adolf Reichwein" und der Westschule. cd
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