Die Arbeitsgruppe am Universitätsklinikum zur wissenschaftlichen Aufarbeitung von Arzneimittelstudien westlicher Pharmafirmen in der damaligen DDR hat ihren Abschlussbericht vorgelegt. Als Ergebnis wird ein Vorschlag präsentiert, wie die Studien an den verschiedenen Kliniken der ehemaligen DDR überprüft werden können. Im Zentrum der Jenaer Machbarkeitsuntersuchung standen dabei drei Arzneimittelstudien, die während der 1980er Jahre in Jena durchgeführt wurden. Dabei handelte es sich um eine Studie mit dem Wirkstoff Mifepriston zum Schwangerschaftsabbruch, eine Studie mit Levoprotilin, einem Psychopharmakon aus der Gruppe der Antidepressiva, und eine Studie mit dem Wachstumshormon Somatotropin zum Einsatz bei Kindern und Jugendlichen mit Wachstumsstörungen. Prof. Dr. Klaus Höffken, Medizinischer Vorstand des UKJ, hatte die Arbeitsgruppe im Mai 2013 eingesetzt, um einen aktiven Beitrag zur Aufklärung zu leisten, ob die an weit über 50 Kliniken in der DDR seinerzeit durchgeführten klinischen Studien nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften und ethischen Normen durchgeführt wurden. Mit Erarbeitung des Prüfverfahrens gibt die Jenaer Arbeitsgruppe die weitere Aufarbeitung nun an eine neue gemeinsame Forschergruppe der Universitätskliniken Jena, Halle und Leipzig weiter. Patienten, die annehmen oder wissen, dass sie an einer der Arzneimittelstudien zu Zeit der DDR am Klinikum in Jena beteiligt waren, können sich wenden an: Universitätsklinikum Jena, Tel. 03641/934 382 oder transparenz@med.uni-jena.de. Das UKJ betont ausdrücklich, dass keine Aussagen zur Praxis an anderen Klinikstandorten getroffen werden und das Ergebnis der Machbarkeitsuntersuchung keine Bewertung der Studiendurchführungen darstellt. Der Abschlussbericht ist auf der Homepage des UKJ, www.uniklinikum-jena.de, abrufbar („Aktuell").
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