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Planungen für Wärme aus Abwasser

Datum: 29.09.2026
Rubrik: Umwelt

Ein Jahr nach Abschluss der Machbarkeitsstudie treiben die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck das Wärmeprojekt ANIKA weiter voran. Für eine geplante Energiezentrale auf dem Gelände der zentralen Kläranlage Jena-Zwätzen liegt inzwischen ein konkretes technisches Konzept vor. Parallel werden verschiedene Möglichkeiten geprüft, die Anlage an das Jenaer Wärmenetz anzubinden. Damit schaffen die Stadtwerke Energie die Voraussetzungen für die Investitionsentscheidung im Jahr 2027. Diese soll fallen, wenn die technischen, wirtschaftlichen und genehmigungsrechtlichen Rahmenbedingungen abschließend bewertet sind.

Mit ANIKA - kurz für „Abwärmenutzung mittels integrierter Kläranlage“ - wollen die Stadtwerke Energie eine bislang ungenutzte lokale Energiequelle für die Wärmeversorgung erschließen. Großwärmepumpen sollen die im gereinigten Abwasser der Kläranlage enthaltene Wärme nutzbar machen und in das Jenaer Wärmenetz einspeisen.

Herzstück von ANIKA soll eine neue Energiezentrale auf dem Gelände der Kläranlage Jena-Zwätzen werden. Geplant ist eine Großwärmepumpenanlage mit einer Leistung von rund 20 Megawatt, ergänzt durch eine Power-to-Heat-Anlage und einen Wärmespeicher. Für die Energiezentrale liegen inzwischen konkrete technische Planzungen vor.

Parallel wird die Anbindung an das Wärmenetz geplant. Die notwendigen Vermessungen sind abgeschlossen, Baugrunduntersuchungen laufen. Für die Leitungsführung werden derzeit verschiedene Trassenvarianten untersucht und bewertet. Dabei müssen neben technischen Anforderungen unter anderem Belange des Natur- und Hochwasserschutzes sowie notwendige Querungen von Bahnanlagen und Gewässern berücksichtigt werden.

Nach aktuellem Stand könnte der Bau 2028 beginnen, die Inbetriebnahme ist für 2030 vorgesehen.

Foto: Stadtwerke Jena/Andreas Franke

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