Für ein mögliches neues Parkhaus im Umfeld des ZEISS-Neubaus liegt der Stadt Jena bislang weder ein Bauantrag noch eine Bauvoranfrage vor. Das erklärte Stadtentwicklungsdezernent Dirk Lange auf eine Einwohneranfrage von Bernd Rahn im Stadtrat.
Hintergrund ist die geplante Inbetriebnahme des neuen ZEISS-Standorts oberhalb des Westbahnhofs im Jahr 2027. Nach Angaben Langes soll diese schrittweise erfolgen, sodass das Areal nicht von Beginn an voll besetzt sein wird. Auf dem Betriebsgelände stehen derzeit bereits knapp 450 Stellplätze zur Verfügung.
Entscheidend sei, dass ZEISS jeweils die bauordnungsrechtlich erforderliche Zahl an Stellplätzen nachweisen könne. Die Stadt werde dies entsprechend der tatsächlichen Nutzung des neuen Standorts überprüfen. Sollte die vorgeschriebene Zahl vorübergehend unterschritten werden, könne ein Mobilitätskonzept zeitweise für Entlastung sorgen. Langfristig müssten die notwendigen Stellplätze jedoch nachgewiesen werden.
ZEISS prüfe inzwischen mögliche Standorte für weitere Parkmöglichkeiten. Hintergrund seien offenbar Schwierigkeiten mit dem ursprünglich betrachteten Standort an der Moritz-von-Rohr-Straße. Die Stadt selbst erstelle dafür keine Verkehrsgutachten. Verfügbare städtische Grundstücke seien angefragt und geprüft worden.
Lange machte zugleich deutlich, dass die Stadt die Suche nach einer Lösung unterstütze. Die Funktionsfähigkeit des neuen ZEISS-Standorts sei im Interesse Jenas. Gleichzeitig müssten sämtliche gesetzlichen Vorgaben eingehalten und negative Auswirkungen auf das Umfeld berücksichtigt werden.
Foto: Michi S/Pixabay
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