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Stadt Jena reagiert auf Ameisenplage

Datum: 08.05.2026
Rubrik: Politik

Die Stadt Jena reagiert auf die Ausbreitung einer invasiven Ameisenart im Stadtgebiet. Hintergrund ist eine Stadtratsanfrage von Wolfgang Volkmer, die sich zunächst auf die vermutete Art Tapinoma magnum bezog. Mittlerweile steht jedoch fest, dass es sich um die Vergessene Wegameise (Lasius neglectus) handelt, die sich in mehreren Bereichen des Stadtzentrums stark vermehrt hat. Betroffen sind nach Angaben der Verwaltung unter anderem der Bereich um den Botanischen Garten, das Planetarium, das Damenviertel sowie Philosophenweg, Wagnergasse und Bachstraße.

Wie Stadtentwicklungsdezernent Dirk Lange (parteilos) im Stadtrat erklärte, wurden bislang zwar keine Schäden an der Infrastruktur gemeldet, allerdings gebe es zunehmend Beschwerden von Mietern über starken Ameisenbefall in Wohnungen und Häusern.

Um das Ausmaß der Verbreitung genauer zu erfassen, hat die Stadt jetzt einen Ameisenexperten beauftragt. Mithilfe von Ködern soll in den kommenden Wochen untersucht werden, wo sich die sogenannten Superkolonien befinden und wie weit sie sich bereits ausgebreitet haben. Erste Ergebnisse werden in etwa zwei Monaten erwartet.

Auf Grundlage des Gutachtens will die Stadt dann über weitere Maßnahmen entscheiden. Je nach Lage der Hotspots könnten sowohl öffentliche Flächen als auch private Grundstücke betroffen sein. In diesem Fall sollen auch Vermieter eingebunden werden.

Die Vergessene Wegameise gilt als invasive Art und wurde erst 1990 wissenschaftlich beschrieben. Typisch für sie ist die Bildung riesiger Superkolonien mit vielen Königinnen und tausenden bis Millionen Arbeiterinnen, die sich über große Flächen ausbreiten können.

Foto: Stadtratssitung

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