Die Stadt Jena hält eine Umsetzung des Projekts auf dem Eichplatz-Baufeld A in seiner jetzigen Form für sehr unwahrscheinlich. Das erklärte Stadtentwicklungsdezernent Dirk Lange im letzten Stadtrat auf eine Anfrage von Denny Jankowski, AfD. Grund seien vor allem die Wirtschaftslage und die Zinsentwicklung.
Nach Angaben Langes steht die Stadt weiterhin in engem Austausch mit der STRABAG Real Estate GmbH. Die jüngste Abstimmung habe erst vor rund zwei Wochen stattgefunden, weitere Gespräche seien bereits vereinbart. Für Oktober erwartet die Stadt einen Optimierungsvorschlag des Unternehmens.
Ziel sei es, das Projekt innerhalb des bestehenden Bebauungsplans so zu verändern, dass wieder eine wirtschaftlich tragfähige Lösung entsteht. Lange betonte, dass die Stadt trotz der aktuellen Probleme weiter von einer Umsetzung ausgehe.
Klarheit über die Perspektive des Projekts möchte Lange möglichst bis zum Jahreswechsel haben. Vertraglich hat die STRABAG allerdings noch bis Ende 2027 Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Sollte sich vorher eindeutig zeigen, dass das Vorhaben nicht wirtschaftlich umgesetzt werden kann, wolle die Stadt nicht bis zum Fristende warten, sondern frühzeitig Konsequenzen ziehen.
Falls die STRABAG das Projekt nicht umsetzt und niemand in den vorhabenbezogenen Bebauungsplan eintritt, würde nach Langes Darstellung das entsprechende Baurecht erlöschen. Zudem müssten Verträge, darunter der Kaufvertrag, rückabgewickelt werden.
Für diesen Fall stellt sich die Stadt bereits auf eine längere Verzögerung ein. Lange rechnet dann damit, dass auf dem Baufeld A für fünf bis zehn Jahre keine neue Entwicklung zu erwarten wäre. Deshalb soll parallel eine Masterplanung für das gesamte Eichplatz-Areal vorangetrieben werden. Dabei geht es neben Baufeld A auch um Baufeld B und den Stadtgarten.
Foto: JenaTV/Archiv
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