Vor einem Jahr wurde Maja T. rechtswidrig nach Ungarn ausgeliefert. Der non-binären Person wird vorgeworfen, als Mitglied einer kriminellen, linksextremen Vereinigung an Überfällen auf Teilnehmer einer rechtsextremen Demonstration in Budapest beteiligt gewesen zu sein. Ihr drohen in Ungarn bis zu 24 Jahren Haft. Seit der Auslieferung nach Ungarn sitzt Maja T. in Isolationshaft. Um gegen die unmenschlichen Bedingungen zu protestieren, ist sie vor 23 Tagen in den Hungerstreik getreten. Trotz ihres inzwischen deutlich geschwächten Zustandes wird der Prozess in Budapest fortgeführt. Seit Monaten wird bundesweit für die Rückholung von Maja demonstriert. Am Samstag, den 28. Juni, genau ein Jahr nach der rechtswidrigen Auslieferung, findet unter dem Motto „Keinen Tag länger! Holt Maja zurück!“ in Jena erneut eine Demonstration statt. Beginn ist 17 Uhr auf dem Holzmarkt.
Foto: Archiv
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