Forscher der Friedrich-Schiller-Universität haben an der Ausstellung zu Immanuel Kant in Bonn mitgewirkt. Die Ausstellung „Immanuel Kant und die offenen Fragen“ wurde vorige Woche eröffnet und versucht Kants Werk einem nichtakademischen und jungen Publikum nahezubringen. Im Mittelpunkt stehen Kants bahnbrechende Beiträge zur Aufklärung, seine Überlegungen zu Ethik, Emanzipation, Erkenntnistheorie und Völkerrecht, die bis heute als richtungsweisend gelten. Doch Kants Werke haben auch eine andere Seite. „Sie sind teilweise von rassistischen, sexistischen und antijüdischen Ideologien geprägt, die zum Teil auch heute noch in unserer Kultur und in unserem Denken wirksam sind“, sagt Prof. Dr. Andrea Marlen Esser von der Jenaer Universität. Zu ausgewählten Exponaten der Ausstellung haben Dr. Esser und ihr Team vom Institut für Philosophie philosophisch-kritische Informationen und Kommentare erarbeitet. Diese werden in der Ausstellung präsentiert und sind im Internet für alle Interessierten frei zugänglich. Weitere Informationen: https://wieumgehenmitrsa.uni-jena.de/kritische-interventionen-zu-kant-und-die-offenen-fragen/
Foto: Anne Günther/Universität Jena
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