Um ein Kunsthaus für Jena wird weiter gestritten. Keine Mehrheit fand im Stadtrat der Änderungsantrag des Kulturausschusses, dem Einwohnerantrag des Vereines „Ein Kunsthaus für Jena“ e.V. zuzustimmen. Damit sollte ein Areal auf dem zweiten Baufeld auf dem Eichplatz für den Neubau eines öffentlichen Gebäudes freigehalten werden. Bei 15 Ja- und 15-Nein-Stimmen sowie einer Enthaltung wurde der Antrag abgewiesen. Mehrheitsfähig dagegen war ein Kompromiss-Vorschlag, der aus dem Stadtentwicklungsausschuss kam. Danach wird die Stadtverwaltung beauftragt, bis Jahresende ein Konzept für die inhaltliche Ausrichtung eines Kunsthauses vorzulegen, mögliche Standorte im Stadtgebiet zu benennen und Finanzierungs- sowie Betreibermodelle und Realisierungsperspektiven aufzuzeigen. Für die Erarbeitung soll eine Lenkungsgruppe mit Vertretern aus Verwaltung, Politik und Initiativen gebildet werden. Die ursprüngliche Beschlussvorlage des Oberbürgermeisters sah nur vor, den Einwohnerantrag für ein Kunsthaus auf dem EichplatzAreal abzulehnen und das Thema nicht weiter zu verfolgen. Die Stadtspitze sieht die Realisierung des Baufeldes B auf dem Eichplatz gefährdet und verweist außerdem auf die hohen Kosten. Rund 700 Bürger hatten den Einwohnerantrag für ein Kunsthaus auf dem Eichplatz unterzeichnet. cd
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