Die wiederholte Schließung des studentischen „Freitraum“ in der Carl-Zeiss-Straße hat im Stadtrat erneut eine Debatte über fehlende Aufenthaltsmöglichkeiten für wohnungslose Menschen und Personen in schwierigen Lebenslagen ausgelöst. Stadträtin Scania Sofie Steger (SPD) machte deutlich, dass der offen gestaltete Raum für Studierende gedacht sei, aber mangels Alternativen auch von anderen Menschen genutzt werde – was immer wieder zu Konflikten führe.
Sozialdezernentin Kathleen Lützkendorf bestätigte, dass es derzeit in Jena keinen städtischen Tagesaufenthalt mit zentraler Lage, langen Öffnungszeiten und niedriger Zugangsschwelle gibt. Bestehende Angebote wie das Café 13 in der Neugasse oder das Kontaktcafé von „Hilfe zur Selbsthilfe e.V.“ in Lobeda seien nur begrenzt zugänglich. Aufenthaltsmöglichkeiten in Übergangswohnheimen stünden nur den dort untergebrachten Personen offen.
Gleichzeitig verwies Lützkendorf auf laufende Prüfungen für einen neuen, zentralen Tagesaufenthalt in der Innenstadt. Es werde ein Konzept mit Aufenthaltsräumen, Postadresse, Spinden, Hygiene- und Kochmöglichkeiten sowie sozialarbeiterischer Begleitung geprüft. Voraussetzung seien jedoch geeignete Räume und eine gesicherte Finanzierung.
Kurzfristig will die Stadt bestehende Angebote stärken, etwa durch längere Öffnungszeiten beim Café 13 – insbesondere in den Wintermonaten – und zusätzliche niedrigschwellige Hilfen. Mittelfristig setzt die Verwaltung auch verstärkt auf Streetwork und eine engere Zusammenarbeit mit Universität und Studierendenrat, um Nutzungskonflikte zu entschärfen. Klar wurde allerdings: Ohne zusätzliche Mittel bleiben die Handlungsspielräume begrenzt.
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