Bilder von Müttern, die Fotos ihrer verschwundenen Söhne, Töchter oder Männer im Protest gegen ein brutales Regime in die Höhe halten, brennen sich ein. Ob in Chile oder Argentinien, später im Bosnien-Krieg oder heute in Syrien, seit den 1970er Jahren gehört das Verschwindenlassen von Menschen zu den perfidesten Methoden von Diktaturen. Dieses Thema griff Prof. Dr. José Brunner, der Ideengeschichte und Wissenschaftsphilosophie an der Universität Tel Aviv in Israel lehrt, auf und hat gemeinsam mit dem Jenaer Historiker Dr. Daniel Stahl das Buch „Recht auf Wahrheit. Zur Genese eines neuen Menschenrechts" herausgegeben. Es versammelt zwölf Aufsätze namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die nachzeichnen, wie sich das Recht auf Wahrheit als Menschenrecht etabliert hat. Es ist zugleich Band 1 der „Schriftenreihe Menschenrechte im 20. Jahrhundert".
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