Wissenschaftlern des Leibniz-Institutes für Photonische Technologien (IPHT) und des Instituts für Physikalische Chemie der Friedrich-Schiller Universität Jena ist es gelungen, Gewebeproben fünfmal schneller als mit herkömmlicher Raman-Mikrospektroskopie aufzunehmen. Sie haben dafür ein Lichtschichtmikroskop mit einem neuartigen bildgebenden Spektrometer kombiniert. Diees hat den Vorteil, dass Licht auf eine definierte Ebene der Probe verteilt und nicht wie bei der Raman-Mikrospektroskopie auf einen einzelnen Punkt fokussiert wird. Dies schont die Probe und ermöglicht eine gleichzeitige Messung aller Bildpunkte. Zum Einsatz kommt auch ein neuartiges, ultrastabiles Interferometer, eine Art sich zurückreflektierendes Katzenauge. Innerhalb von wenigen Minuten werden so über 1000 Raman-Bilder aufgenommen, aus denen mit Hilfe eines Computers die benötigte spektrale Information errechnet wird. Die Forscher hoffen, dass sich bald Anwendungsmöglichkeiten direkt am Patienten finden lassen.
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