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Statistik: Jena in Zahlen

Datum: 20.10.2026
Rubrik: Politik

Wie viele Menschen leben in Jena? Wie verändert sich die Bevölkerung? Wie viele Menschen kommen täglich zum Arbeiten in die Stadt und wie stark werden Kultur- und Freizeitangebote genutzt? Antworten darauf liefert die Kommunalstatistik der Stadt Jena. Zum Europäischen Tag der Statistik am 20. Oktober rückt die Stadt ausgewählte Zahlen in den Mittelpunkt.

Ende 2025 lebten laut Melderegister 107.658 Menschen mit Hauptwohnsitz in Jena. Das Durchschnittsalter lag bei rund 43,8 Jahren. 14.263 Einwohner hatten Ende 2025 eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Besonders deutlich wird der demografische Wandel bei den Geburtenzahlen. Im Jahr 2025 wurden im Jenaer Melderegister 647 Geburten und 1.213 Sterbefälle erfasst.

Was zunächst abstrakt klingt, hat konkrete Auswirkungen auf die Stadtentwicklung. Eine veränderte Altersstruktur beeinflusst beispielsweise, wie viele Kita- und Schulplätze künftig benötigt werden, welche Anforderungen an die soziale Infrastruktur entstehen und wie Wohnraum und Versorgung langfristig geplant werden müssen.

Zum 30. Juni 2025 pendelten 28.595 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus anderen Gemeinden nach Jena. Gleichzeitig waren an der Friedrich-Schiller-Universität und der Ernst-Abbe-Hochschule im Wintersemester 2025/26 insgesamt 20.305 Studierende eingeschrieben.

Auch die Entwicklung der Kinderbetreuung und des Wohnungsbaus lässt sich anhand statistischer Daten nachvollziehen. Zum Stichtag 1. März 2026 wurden in 70 Kindertageseinrichtungen 4.431 Kinder betreut, weitere 48 in der Kindertagespflege. Im selben Jahr wurden 37 Wohngebäude mit insgesamt 105 Wohnungen neu gebaut.

Statistik beschreibt nicht nur demografische und wirtschaftliche Entwicklungen. Sie zeigt ebenso, was Jena als Stadt ausmacht und welche Angebote die Menschen nutzen. Zum Jahresbeginn 2026 waren in 115 Jenaer Sportvereinen insgesamt 29.152 Mitgliedschaften registriert. Die Jenaer Philharmonie erreichte 42.425 Besucher, das Zeiss-Planetarium begrüßte 148.751 Gäste. Besonders deutlich fällt die Entwicklung der Ernst-Abbe-Bücherei aus. Dort wurden 358.876 Besuche gezählt: rund 68.300 mehr als 2024. Die Zahlen verdeutlichen, welchen Stellenwert die Bibliothek als Bildungs-, Kultur- und Begegnungsort inzwischen einnimmt.

Die besondere Stärke der Kommunalstatistik liegt darin, dass viele Entwicklungen nicht nur für die Gesamtstadt, sondern auch kleinräumig untersucht werden können. So lässt sich beispielsweise nachvollziehen, welche Stadtteile wachsen, wo sich die Altersstruktur verändert oder wie sich die Wohnbevölkerung entwickelt.

Das Statistikportal ist unter https://statistiken.jena.de erreichbar.

Foto: Archiv/JenaTV

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