Fast neun von zehn Menschen in Thüringen halten die Demokratie für die beste aller Staatsformen. Mit 88 Prozent bleibt die Unterstützung für die Demokratie damit auf einem sehr hohen Niveau. Allerdings sind nur 43 Prozent zufrieden mit der Art und Weise, wie Demokratie in Deutschland funktioniert. Das zeigt der Thüringen-Monitor 2024, den Forscher der Universität Jena am 6. Mai der Thüringer Landesregierung vorgestellt haben.
Lediglich 19 Prozent der befragten Personen gaben an, der Bundesregierung Vertrauen zu schenken. Demgegenüber ist das Vertrauen in die Landesregierung im Vergleich zum Vorjahr deutlich um acht Prozentpunkte auf 38 Prozent gestiegen.
Die Unzufriedenheit mit dem Funktionieren der Demokratie führt jedoch nicht zu einer steigenden Unterstützung alternativer Gesellschaftsentwürfe oder zur Verklärung historischer Diktaturen. Dennoch stimmten 14 Prozent der Befragten der Aussage zu „Der Nationalsozialismus hatte auch seine guten Seiten“, während 41 Prozent der Meinung sind, die DDR habe mehr gute als schlechte Seiten gehabt. Die Verbreitung rechtsextremer Einstellungen in Thüringen ist im Vergleich zum Vorjahr mit 20 Prozent konstant geblieben.
Für die aktuelle Ausgabe des Thüringen-Monitors wurden im Herbst 2024 insgesamt 1.817 Bürger ab 18 Jahren befragt. Die Langzeitstudie zur politischen Kultur in Thüringen erhebt seit dem Jahr 2000 die Entwicklung des politischen Meinungsklimas und der gesellschaftspolitischen Einstellungen im Freistaat.
Der vollständige Thüringen-Monitor 2024 kann unter www.komrex.uni-jena.de/forschungsprojekte/thueringen-monitor heruntergeladen werden.
Foto: Jens Meyer/Universität Jena
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