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Gefahr von Wildunfällen - Vorsicht in der Frischlingszeit

Datum: 27.04.2021

Jena/SHK: Gerade in ländlichen Regionen ist es keine Seltenheit, bei Ausflügen mit dem Auto oder dem Motorrad durch ausgedehnte Waldgebiete oder weitläufige Felder einen Blick auf verschiedene wildlebende Tiere erhaschen zu können. Manchmal stehen sie sogar am Straßenrand, um nach Nahrung zu suchen. Schnell kann es dann zu einer gefährlichen Situation kommen, denn Wildtiere sind nicht berechenbar. Sie überqueren Straßen, die ihre natürlichen Lebensräume durchschneiden, auf der Suche nach Nahrung oder während der Paarungszeit. Vor allem in der Dämmerung muss man damit rechnen, dass plötzlich Wild auftaucht und auf die Straße tritt. Dies zeigen auch die Zahlen der Wildunfälle im Schutzbereich der Landespolizeiinspektion Jena. Seit Februar mussten insgesamt 187 fälle registriert werden. Gerade die ländlichen Bereiche, sprich der Saale-Holzland-Kreis mit 84 und das Weimarer Land mit 70 Wildunfällen, sind in besonderem Maße betroffen. Damit solche Situationen nicht zu schlimmen Unfällen führen, empfiehlt die Polizei Folgendes:

Vorausschauende und vorsichtige Fahrweise!

Beim Durchfahren von Wäldern oder landwirtschaftlichen Anbauflächen die Geschwindigkeit verringern. Rechtzeitig abbremsen, um Zusammenstöße zu vermeiden und dem Wild eine Fluchtmöglichkeit zu schaffen.

Keine Ausweichmanöver starten!

Wenn ein Wildunfall nicht mehr zu verhindern ist, sollten Sie eine kontrollierte Kollision vorziehen. Durch ein ausbrechendes Fahrzeug während einer Gefahrenbremsung sind wesentlich höhere Schädigungen zu erwarten. Das Lenkrad daher festhalten und abbremsen! Bei kleineren Tieren wie Hasen oder Katzen ist eine Vollbremsung nicht angebracht, da bei nachfolgendem Verkehr mangels Erkennbarkeit mit einem Auffahrunfall zu rechnen ist.

Fernlicht ausschalten!

Starkes Licht kann die Tiere in ihrer Orientierung einschränken. Oft bleibt das Wild auf der Straße stehen und starrt in das Licht. Im schlimmsten Fall kann es sogar darauf zulaufen, was eine Kollision noch wahrscheinlicher macht.

Hupen!

Laute Geräusche verscheuchen wilde Tiere in den meisten Fällen. Alle Vorsichtsmaßnahmen laufen jedoch ins Leere, wenn man mit zu hohem Tempo in die Situation gerät, auf ein plötzlich auftauchendes Tier reagieren zu müssen. Landstraßen verführen mancherorts dazu, die zulässige Geschwindigkeit zu überschreiten. Um jedoch einen Wildunfall mit dem eigenen Fahrzeug zu vermeiden, rät die Polizei gerade zu den genannten Zeiten und in entsprechend beschilderten Gegenden besonders vorsichtig zu sein und mit angemessener Geschwindigkeit zu fahren. Durch besondere Umsicht und Bremsbereitschaft können Wildunfälle am effektivsten verhindert werden.

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