Der aktuell vorliegende Waldzustandsbericht der Bundesregierung zeigt ein drastisches Bild der Waldsituation auch für Thüringen. Beim Anteil der Schadstufen im Wald liegt der Freistaat mit 55 Prozent an der Spitze vor allen anderen Bundesländern. Bei fast allen Baumarten hat sich im Vergleich zum Vorjahr der Schadanteil gemessen an der Kronenverlichtung verschlechtert. Allerdings seien Klimakrise mit Hitze und Trockenheit nicht die einzigen Faktoren, die zu dieser Situation geführt haben, sagt Dr. Siegfried Klaus, der Sprecher der Landesarbeitsgruppe Wald des NABU Thüringen. Vielmehr brauche es dringend ein Umdenken in der Forstwirtschaft. Jahrzehntelang lag der Fokus bei der Waldbewirtschaftung. Die längst geforderte Umwandlung der von Fichten und Kiefern geprägten Monokulturen kam nur schleppend voran. Diese sind besonders anfällig gegen den Klimawandel. cd
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