Der NABU Thüringen setzt wissenschaftliche Fakten gegen Spekulationen in der Diskussion um das Beutespektrum des Wolfes. Der Naturschutzbund will damit eine rasche Präventions- und Entschädigungslösung für Weidetierhalter. Seit gut 150 Jahren galt der Wolf in Thüringen als ausgestorben. Nun ist Thüringen wieder Wolfsland. Silvester Tamás, Sprecher der Landesarbeitsgruppe Wolf, erklärt, dass Wölfe als Verursacher von Nutztierschäden in Thüringen bislang nicht amtlich nachgewiesen wurden. Was der Wolf wirklich frisst, das zeigen wissenschaftliche Untersuchungen am Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz. Wölfe ernähren sich zu über 94 Prozent von wildlebenden Schalenwildarten wie Reh-, Rot- und Schwarz-, örtlich auch von Damm- und Muffelwild. Seltener von Hasen, Nutrias, Füchsen, Marderhunden, Kleinsäugern, Vögeln, Fischen und Früchten. cd
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